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Montag, 20. Oktober 2014
Sonntag, 22. Juni 2014
Einladung zum Treffen: 30.6.2014
Liebe KollegInnen,
wir laden herzlich wieder zu unserem nächsten Treffen der Initiative "Sozial, aber nicht blöd" ein:
Montag, 30.Juni, 19.00 Uhr, Amerlinghaus
(Stiftgasse 8, 1070 Wien, Nähe U3 Neubaugasse bzw. Volkstheater)
Wir freuen uns auf Dein/Euer Kommen!
Gehaltsverhandlungen auch für 2015!
Wir fordern den Bundesausschuss unseres
Wirtschaftsbereichs 17 - „Gesundheit, Soziale Dienste, Kinder- und
Jugendwohlfahrt“ auf, auch für das Jahr 2015 in Lohn- und Gehaltsverhandlungen
für den SWÖ-KV (BAGS) zu treten.
Die Einkommen im
Sozial- und Gesundheitsbereich liegen ca. 20% unter dem österreichischen
Durchschnitts. In unserer Branche kommt noch verschärfend dazu, dass die
Teilzeitquote über 50% liegt.
Viele KollegInnen,
vor allem Frauen, leben trotz Arbeit an oder unter der Armutsgrenze. Grund
dafür sind unter anderem die mickrigen Abschlüsse in unserer Branche, die
gleichzeitig die Lohnschere zwischen Männer- und Fraueneinkommen ständig
vergrößern.
Der Doppelabschluss
vom 16. Jänner würde diese Praxis auch für 2015 weiterführen, weswegen es
notwendig ist, dass auch für 2015 Lohn- und Gehaltsverhandlungen aufgenommen
werden. Ziel muss ein so hoher Abschluss sein, der
tatsächlich eine Reallohnerhöhung bedeutet.
Eine
Lohn- und Gehaltserhöhung um mindestens 150 Euro wäre der richtige Schritt.
Dies kann auch erreicht werden, wenn die in den letzten Jahren kontinuierlich
aufgebaute Kampfbereitschaft der Beschäftigten in unserer Branche genutzt wird.
Diese Forderung wurde auch von der Wiener
Regionalkonferenz des Wirtschaftsbereichs 17 am 15. Mai 2014 beschlossen.
Mittwoch, 21. Mai 2014
Einladung zum offenen Treffen am 27.Mai, 19.00 Uhr, Amerlinghaus
Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
Seit unserem letzten Treffen hat sich wieder einiges getan....
Nach dem Abschluss des BAGS-KVs für 2014/15 haben wir uns vorgenommen weiter aktiv zu bleiben. Vor allem die schlechte Bezahlung und die unsicheren Beschäftigungsverhältnisse in unserer Branche werden ein zentrales Thema für uns bleiben.
So hat sich zB, Herbert Wanko, Betriebsrat bei Jugend am Werk Lehrlingsausbildung und Aktivist von "Sozial aber nicht blöd" bei der letzten Wiener Regionalkonferenz des WB 17 (zuständig für den Sozial- und Gesundheitsbereich) der GPA-djp für eine Kampagne für eine ordentliche Lohn- und Gehaltserhöhung 2015 und gegen den Doppelabschluss des BAGS-KVs für 2014/2015 stark gemacht. Und mit einem pointierten Antrag viel Diskussion unter den rund 70 Delegierten ausgelöst, wie es möglich wäre, die Gehälter und Löhne in unserer Branche radikal zu erhöhen.
Im Antrag haben wir auf den extrem niedrigen Abschluss für 2015 hingewiesen und verlangt, dass auch für 2015 erneut über eine Erhöhung der Löhne und Gehälter verhandelt wird.
Die Regionalkonferenz hat diesen Antrag mit 30 Ja, 24 Nein-Stimmen und 16 Enthaltungen angenommen.
Wir wollen uns nun mit verschieden KollegInnen absprechen und schauen, dass auch in anderen Bundesländern solche Anträge eingebracht werden. Rund um die Frage der Bezahlung wollen wir auch wieder eine Kampagne starten. Mehr dazu auf unserem Blog bzw. in Facebook!
Unsere politische Basis sind der Kampf für mehr Bezahlung, bessere Arbeitszeiten und gegen unsichere Beschäftigungsverhältnisse. Dementsprechend haben wir unsere ursprüngliche Unterschriftenliste zu einer Art "Grundsatzposition" von "Sozial aber nicht blöd" umgearbeitet.
Den Entwurf dazu findest du untenstehend. Wir freuen uns auf Eure Kommentare, Ergänzungen, Kritik!
In unserem nächsten Treffen wollen wir uns vor allem mit unserer Kampagne für höhere Löhne und Gehälter 2015 auseinander setzen. Dazu laden wir Dich herzlich ein:
Seit unserem letzten Treffen hat sich wieder einiges getan....
Nach dem Abschluss des BAGS-KVs für 2014/15 haben wir uns vorgenommen weiter aktiv zu bleiben. Vor allem die schlechte Bezahlung und die unsicheren Beschäftigungsverhältnisse in unserer Branche werden ein zentrales Thema für uns bleiben.
So hat sich zB, Herbert Wanko, Betriebsrat bei Jugend am Werk Lehrlingsausbildung und Aktivist von "Sozial aber nicht blöd" bei der letzten Wiener Regionalkonferenz des WB 17 (zuständig für den Sozial- und Gesundheitsbereich) der GPA-djp für eine Kampagne für eine ordentliche Lohn- und Gehaltserhöhung 2015 und gegen den Doppelabschluss des BAGS-KVs für 2014/2015 stark gemacht. Und mit einem pointierten Antrag viel Diskussion unter den rund 70 Delegierten ausgelöst, wie es möglich wäre, die Gehälter und Löhne in unserer Branche radikal zu erhöhen.
Im Antrag haben wir auf den extrem niedrigen Abschluss für 2015 hingewiesen und verlangt, dass auch für 2015 erneut über eine Erhöhung der Löhne und Gehälter verhandelt wird.
Die Regionalkonferenz hat diesen Antrag mit 30 Ja, 24 Nein-Stimmen und 16 Enthaltungen angenommen.
Wir wollen uns nun mit verschieden KollegInnen absprechen und schauen, dass auch in anderen Bundesländern solche Anträge eingebracht werden. Rund um die Frage der Bezahlung wollen wir auch wieder eine Kampagne starten. Mehr dazu auf unserem Blog bzw. in Facebook!
Unsere politische Basis sind der Kampf für mehr Bezahlung, bessere Arbeitszeiten und gegen unsichere Beschäftigungsverhältnisse. Dementsprechend haben wir unsere ursprüngliche Unterschriftenliste zu einer Art "Grundsatzposition" von "Sozial aber nicht blöd" umgearbeitet.
Den Entwurf dazu findest du untenstehend. Wir freuen uns auf Eure Kommentare, Ergänzungen, Kritik!
In unserem nächsten Treffen wollen wir uns vor allem mit unserer Kampagne für höhere Löhne und Gehälter 2015 auseinander setzen. Dazu laden wir Dich herzlich ein:
Dienstag, 27.Mai, 19.00 Uhr, Amerlinghaus
(Stiftgasse 8, 1070 Wien, Nähe U3 Neubaugasse bzw. Volkstheater)
Wir freuen uns auf Dein/Euer Kommen!
ENTWURF Grundsatzposition von "Sozial aber nicht blöd!"
Warum wir für eine wesentlich höhere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen aktiv sind:
>Wir brauchen eine deutlich Verbesserung unserer Einkommen
Selbst in bürgerlichen Medien wird bereits der niedrige Verdienst im Sozial- und Gesundheitsbereich bemängelt. Tatsächlich leben viele von uns sehr eingeschränkt. Viele KollegInnen, besonderes jene mit Verpflichtungen für Kinder oder andere Angehörige, leben an oder unter der Armutsgrenze. Da sich unsere Lohn- und Gehaltserhöhungen fast immer um die offizielle Inflationsrate bewegen, bleibt aufgrund der rasant steigenden Lebenskosten und der Steuerbelastung, Netto zu wenig übrig. Jeder KV-Abschluss bis jetzt war ein Reallohnverlust.
Der Abstand zum österreichischen Durchschnittseinkommen vergrößert sich daher regelmäßig.
Wir wollen daher die jährlichen Gehalts- und Lohnverhandlung (KV-Verhandlungen) nutzten um mit hohen Abschlüssen (mindestens 100 Euro netto mehr) diese Lücke zu schließen.
>Für klare Arbeitszeitregelungen, reale Abgeltung von Mehrarbeit und eine Woche Urlaub mehr ab dem ersten Arbeitsjahr
Die BurnOut-Rate im Gesundheits- und Pflegebereich ist gefährlich hoch. Zusätzlich werden viele KollegInnen aufgrund der körperlichen und psychischen Belastung berufs- oder arbeitsunfähig.
Diese Belastungen werden durch die extrem flexiblen Arbeitszeiten, mit langen Arbeitstagen und Wochen, noch verstärkt. Wir kämpfen daher gegen jede weitere Arbeitszeitflexibilisierung und den geplanten 12-Stundentag. Wir wollen klare Obergrenzen für Tages- und Wochenarbeitszeit, und eine echte Vergütung der Mehrarbeit durch Überstundenzuschläge und/ oder mehr Zeitausgleich.
Eine Möglichkeit zur Reduktion der Belastungen ist eine Verkürzung der Arbeitszeit. Ein erstere Schritt dazu wäre eine zusätzliche Urlaubswoche für Alle! Ein „Tauschgeschäft“ mit der Bundesregierung 12-Stundentag gegen 6 Urlaubswoche lehnen wir daher ab!
>Die Arbeitgeber sollen sich verpflichten, keine prekären Dienstverträge anzustellen!
Viele Kolleginnen und Kollegen sind als freie DienstnehmerInnen oder als Leiharbeitskräfte in prekären Beschäftigungsverhältnissen. Dies ist nicht nur zu Nachteil der Beschäftigten sondern wirkt sich auf die Betreuungsqualität aus. Auch wenn sich die Situation allgemein verbessert hat, sind prekäre Beschäftigungsverhältnisse noch in vielen Betrieben normal. In einigen Bereichen nimmt prekäre Beschäftigung wieder zu.
>Streikfähig statt streichfähig!
Wir wollen rund um die jährlichen KV- Verhandlungen die ernsthafte Vorbereitung und Durchführung von gewerkschaftlichen Kampfmaßnahmen um höhere Abschlüsse zu erzielen.
Abgeschlossen soll erst nach Diskussionen und Urabstimmungen in den Betrieben werden.
Wir arbeiten mit Menschen, daher ist die Organisierung und Durchführung oft nicht leicht. Österreichische und internationale Beispiele zeigen aber, dass es möglich ist. Neben einem entschlossenen Auftreten von Betriebsräten und Belegschaften, ist die Einbindung und die Solidarität der betroffenen Menschen und der Angehörigen besonders wichtig. Es ist wichtig schon in ruhigeren Zeiten die Betroffenen auf die schwierige Situation des Sozial- und Pflegebereichs aufmerksam zu machen und die Notwendigkeit von Maßnahmen zu erklären. Angehörige können bei Kampfmaßnahmen eine wichtige Rolle in der Unterstützung spielen.
Die Initiative „Sozial aber nicht blöd“ wird in den nächsten Jahren versuchen, gemeinsam mit möglichst vielen KollegInnen und anderen Initiativen, Kampagnen zur Verbesserung der Situation der Beschäftigten im Gesundheits- und Pflegebereich starten. Wir sind aktive Gewerkschaftsmitglieder, Beschäftigte und BetriebsrätInnen. So weit wie möglich wollen wir in unseren Gewerkschaften GPA-djp und VIDA aktiv sein. Wir bringen immer wieder Initiativen in unsere Gewerkschaften ein um Kampagnen und Bewegungen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen zu starten. Wenn von Seiten der Gewerkschaftsspitzen zu wenig passiert um unsere Anliegen durch zusetzten werden wir auch in Zukunft eigenständige Aktivitäten setzen.
Antrag Wr. Regionalkonferenz GPA-djp
Angenommener Antrag an die Wiener Regionalkonferenz des Wirtschaftsbereichs 17 am 15. Mai 2014
Begründung:
Die Einkommen im Sozial- und Gesundheitsbereich und der Kinder- und Jugendwohlfahrt liegen ungefähr 20% unter dem österreichischen Durchschnittseinkommen aus unselbstständiger Erwerbstätigkeit. In unserer Branche kommt noch verschärfend dazu, dass die Teilzeitquote über 50% liegt.
Viele KollegInnen, vor allem Frauen, leben trotz Arbeit an oder unter der Armutsgrenze.
Grund dafür sind unter anderem die mickrigen Abschlüsse in unserer Branche. Diese bewegen sich immer um die offizielle Inflationsrate, was Netto einen Reallohnverlust bedeutet. Gleichzeitig sind „unsere“ Abschlüsse aber auch etwa um 0,5 Prozentpunkte niedriger als die männerdominierten Industriebranchen. (So hat z. B. die Elektroindustrie im April ebenso wie die SWÖ mit 2,5% abgeschlossen, doch ist die zu tragen kommende Inflationsrate wesentlich niedriger.)
Das hat zur Folge, dass sich der Abstand zum österreichischen Durchschnittseinkommen stetig vergrößert und gleichzeitig die Lohnschere zwischen Frauen- und Männereinkommen größer wird.
Der Doppelabschluss vom 16. Jänner würde diese Praxis auch für 2015 weiterführen. Deswegen ist es notwendig, dass auch für 2015 Lohn- und Gehaltsverhandlungen aufgenommen werden, um eine Lohn- und Gehaltserhöhung um mindestens 150 Euro zu erreichen – Verhandlungen, in denen auch die in den letzten Jahren kontinuierlich aufgebaute Mobilisierungskraft der Beschäftigten in unserer Branche genutzt werden soll. Ziel muss ein so hoher Abschluss sein, das ein tatsächlicher Schritt in Richtung Angleichung mit anderen Branchen passiert.
Dienstag, 1. April 2014
Neues Thema - Nächstes Treffen: Mittwoch, 9.April, 18.30 Uhr
Liebe KollegInnen, liebe FreundInnen,
Bei unserem letzten Treffen haben wir uns lange Zeit genommen um über unsere weitere Arbeit zu sprechen. Der Kampf gegen den niedrige Verdienst in unserer Branche und die schlechten Arbeitsbedingungen werden ein wichtiger Teil unserer Arbeit bleiben. Auch wenn es schwierig ist, gegen einen unterzeichneten Kollektivvertrag aktiv zu werden, wollen wir in den nächsten Monaten eine Kampagne für eine deutliche Lohn- und Gehaltserhöhung für 2016 starten. Zusätzlich wollen wir noch ein weiteres wichtiges Thema aufgreifen:
In Gesprächen mit vielen KollegInnen merken wir, dass sich ein neues negatives Phänomen im Sozialbereich verbreitet: Es geht dabei um die immer häufigere Praxis, in einer Firma Belegschaften in zwei Teile zu spalten. Viele Arbeitgeber wollen sparen. Dazu kommt die Auflage, möglichst hohe „Standards“ zu erreichen. Wir Beschäftigten in der Branche wissen nur zu gut, dass diese „Standards“ oft nur am Papier existieren. Gerade um den Schein zu wahren müssen sie meist überpenibel dokumentiert werden, was wieder viel Zeit kostet. Leider sind großen „Anbieter“ im Sozialbereich nicht wirklich bereit für mehr Geld für den Sozialbereich zu kämpfen. Stattdessen wird der Druck an die Beschäftigten weiter gegeben.
Um nach außen das Image des „sozialen Dienstleisters“ mit gut ausgebildeter Belegschaft aufrecht zu erhalten, werden Leute mit möglichst vielen Ausbildungen in „Stammteams“ integriert, gleichzeitig aber eine Gruppe von LeiharbeiterInnen, „freie“ DienstnehmerInnen, Scheinselbstständige oder ähnlichen aufgebaut. Typisch für dieses Phänomen sind auch spezielle Berufe und Ausschreibungen, etwa als Springerin/Springer, Gruppenhelferin/Gruppenhelfer oder als zusätzliche Pflegekraft für Früh- oder Spätdienste.
Springerin oder Springer sein kann dann in der Praxis oft unbezahlte „Arbeit auf Abruf“ bedeuten. Auch Dienste die länger als 24 Stunden dauern, Nachtdienste die aneinander angehängt sind und vieles mehr sind leider heute wieder Realität.
Als „Sozial aber nicht blöd“ haben wir uns vorgenommen, eine Kampagne gegen dieses Phänomen zu starten. Es geht uns dabei nicht um einen unnötigen Konflikt zwischen dem schlechtergestellen Teil einer Belegschaft und der ebenfalls schlecht bezahlten „Stammbelegschaft“. Dieser Konflikt drängt sich zwar leider oft auf und ist von den vielen Arbeitgebern durchaus gewollt. Er verschleiert aber sehr gut, dass sich Bezahlung und Arbeitsbedingungen für beide Teile verschlechtern.
Im Gegenteil wollen wir unter dem Titel „Solidarisch gemeinsam statt schlecht bezahlt und einsam“ eine Kampagne gegen dieses Spaltungsphänomen starten, unter anderem suchen wir dazu für unseren neuen Blog Erfahrungsberichte von KollegInnen. In unsere Unterschriftenaktion zu den KV-Verhandlungen 2013/14 haben wir uns ja schon gegen die verschiedenen Formen der prekären Beschäftigung ausgesprochen, hier wollen wir weitere Forderungen entwickeln und gemeinsam mit vielen anderen umsetzen. Bei unserem nächsten Treffen wollen wir uns mit Forderungen und Ideen für diese Kampagne beschäftigen und einen guten Hauptslogan für diese Kampagne entwickeln.
Wir laden dich herzlich zum nächstes Treffen ein: Mi, 9.April, 18.30 Uhr, Amerlinghaus
(Stiftgasse 8, 1070 Wien, Nähe U3 Neubaugasse bzw. Volkstheater)
Komm vorbei und sei dabei!Mit solidarischen Grüßen,
Selma Schacht, Herbert Wanko und Michi Gehmacher
für die Initiative „Wir sind sozial aber nicht blöd“
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