Immer mehr geflüchtete Menschen werden in verschiedenen Einrichtungen von dort beschäftigten und somit für diese Tätigkeit bezahlten KollegInnen versorgt.
Die aktuelle Situation führt daher zu einem Wachstum im "Sozialbereich". Wir begrüßen diese Entwicklung. Es war richtig, dass in den letzten Monaten soviele freiwillige und ehrenamtliche HelferInnen eingesprungen sind wo der Staat versagt hat, es ist aber auch gut wenn immer mehr dieser Arbeit von bezahlten und ausgebildeten Menschen übernommen wird. Allerdings nutzen viele Arbeitgeber die Situation, um soziale und arbeitsrechtliche Standards im Sozialbereich nach unten zu drücken.
Insbesondere bei der Bezahlung und Einstufung als auch bei der Arbeitszeit gibt es eine gefährliche Tendenz der Spirale nach unten. "Sozial aber nicht blöd" möchte dem entgegen arbeiten. Daher haben wir den Flüchtlingsbereich auf in unseren Forderungstext aufgenommen und wollen in Zukunft verstärkt KollegInnen aus diesem Bereich ansprechen.
Mittwoch, 25. November 2015
Mittwoch, 11. November 2015
Unterschriftenliste zum Download
Wir sind sozial, aber nicht blöd stellt anlässlich der bald beginnenden KV-Verhandlungen im Sozial- und Gesundheitsbereich wieder Forderungen auf, die von vielen KollegInnen unterstützt werden.
Wir sammeln weiter Unterschriften, hier gehts zum Download der Unterschrifteniste:
Wir fordern anlässlich der Verhandlungen der Kollektivverträge im Sozialbereich für 2016:
In den letzten Jahren haben wir Beschäftigte
im Sozial- und Gesundheitsbereich oft gezeigt, dass wir kämpfen können – für
mehr Ressourcen, mehr Personal und höhere Einkommen. Wir merken täglich, dass
unsere Einkommen in den letzten Jahren real gesunken sind! Die OECD bestätigt
diese traurige Tatsache. Wir Beschäftigten verlangen daher von den
Gewerkschaften GPAdjp und vida, an die vergangenen Kämpfe anzuknüpfen, kommende
Auseinandersetzungen entschlossener zu unter-stützen und mit den sozialen
Anliegen der Beschäftigten der ganzen Branche zu verbinden. Es geht darum,
gemeinsam eine deutliche Verbesserung zu erkämpfen!
Deshalb fordern
wir zu den Verhandlungen der Kollektivverträge im Sozialbereich für 2016:
- Lohn und Gehaltserhöhungen um 7%
Mindestens aber um 200 Euro, um die unteren
Einkommen massiv anzuheben
Da sich unsere Lohn-
und Gehaltserhöhung immer um die Inflationsrate bewegt, bleibt netto – auch in
Zukunft – zu wenig übrig. Insbesondere für KollegInnen mit niedrigerer
Einstufung bedeutet dies ein Abrutschen in die Armut. Nach Jahren der
Reallohnverluste ist es an der Zeit für eine deutliche Erhöhung. Wir begrüßen
die Diskussion der Gewerkschaften über eine Gehalts- und Lohnerhöhung um 30%.
Wir meinen: schon bei dieser KV-Runde muss es relevante Schritte in diese
Richtung geben!
- Gut gegen BurnOut: Bessere Arbeitsplätze und Arbeitszeitverkürzung!
Die „Burn Out“-Rate
ist in unsere Branche bedenklich hoch. Zusätzliche werden viele KollegInnen
aufgrund der körperlichen und psychischen Belastungen arbeits- und
berufsunfähig. Wir fordern demgegenüber ein Ende der geteilten Dienste, keine
weiteren Flexibilisierungen und keinen allgemeinen 12 –Stundentag! Stattdessen
braucht es die 35-Stundenwoche bei vollem Lohn und Gehalt und mehr Personal als
ersten Schritt zu einer weiteren Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit.
Diese sollte nicht scheibchenweise kommen, sondern in einem Schritt erkämpft
werden!
ArbeitgeberInnen
sollen verpflichtet werden, keine prekären Dienstverträge auszustellen: Viele
Kolleginnen und Kollegen sind als freie DienstnehmerInnen und als
Leiharbeitskräfte in prekären Dienstverhältnissen. Dies ist nicht nur zum
Nachteil der Beschäftigten, sondern wirkt sich oft auch negativ auf die
Betreuungsqualität aus.
- Ausreichend Ressourcen und Personal für die Flüchtlingshilfe!
In der aktuellen
Situation in der Flüchtlingshilfe haben ehrenamtliche und hauptamtliche
KollegInnen viel geleistet, wo der Staat versagt hat. Jetzt müssen in diesem
Bereich dringendst mehr professionelle Stellen geschaffen werden! Wo aufgrund
der Flüchtlinssituation im Sozial- und Gesundheitsbereich ein erhöhter Bedarf
besteht, müssen entsprechend mehr finanzielle und personelle Ressourcen
zusätzlich zur Grundsubvention zur Verfügung gestellt werden.
- Streikfähig statt Streichfähig
Wir wollen ernsthafte
Vorbereitungen und Durchführung von gewerkschaftlichen Kampfmaßnahmen um einen
höheren KV–Abschluss zu erreichen. Abgeschlossen werden soll erst nach
Diskussionen und Urabstimmung in den Betrieben. Wir freuen uns, dass aus den
öffentlichen Spitälern so viele PflegerInnen auf die Straße gegangen sind. Wir
brauchen die „Carevolution“ bzw. den „Pflegeaufstand“ auch in den privaten
Vereinen und Firmen! Österreichische Beispiele wie in Oberösterreich und
Salzburg und internationale Beispiele,wie
z.B. in Deutschland zeigen, dass Protestmaßnahmen und Streiks im
Sozialbereich möglich und erfolgreich sind!
Sonntag, 12. April 2015
Antwort KOMintern
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
wir finden es als KOMintern überaus wichtig, dass sich all jene Initiativen und Gruppierungen, die im Sozial- und Gesundheitsbereich aktiv sind und sich für verbesserte Bedingungen einsetzen und die Abwehr von Einsparungen und Kürzungen organisieren, österreichweit vernetzen. So kann eine schlagkräftige Bewegung entstehen, die alle Bereiche und Interessen bündelt und etwas nach vorne bewegt. Der 12. Mai als Internationaler Tag der Pflege ist beispielsweise ein gutes und wichtiges Datum und könnte als Initialzündung dienen!
Mit solidarischen und kämpferischen Grüßen,
das Team von KOMintern
wir finden es als KOMintern überaus wichtig, dass sich all jene Initiativen und Gruppierungen, die im Sozial- und Gesundheitsbereich aktiv sind und sich für verbesserte Bedingungen einsetzen und die Abwehr von Einsparungen und Kürzungen organisieren, österreichweit vernetzen. So kann eine schlagkräftige Bewegung entstehen, die alle Bereiche und Interessen bündelt und etwas nach vorne bewegt. Der 12. Mai als Internationaler Tag der Pflege ist beispielsweise ein gutes und wichtiges Datum und könnte als Initialzündung dienen!
Mit solidarischen und kämpferischen Grüßen,
das Team von KOMintern
Antwort SLP
Liebe KollegInnen von sozialabernichtblöd,
wir begrüssen euren Brief und sind auch der Meinung, das es dringend notwendig ist, die Proteste im Gesundheits- und Sozialbereich zusammen zu führen und Möglichkeiten anzubieten, das sich die lange aufgestaute Wut in Widerstand verwandeln kann.
Seit einigen Tagen gibt es die Initiative +30% die ein solches Angebot werden kann. Ich hoffe auf kämpferische Zusammenarbeit in diesem und anderen Zusammenhängen.
mit solidarischen Grüssen
Sonja Grusch
für die SLP
wir begrüssen euren Brief und sind auch der Meinung, das es dringend notwendig ist, die Proteste im Gesundheits- und Sozialbereich zusammen zu führen und Möglichkeiten anzubieten, das sich die lange aufgestaute Wut in Widerstand verwandeln kann.
Seit einigen Tagen gibt es die Initiative +30% die ein solches Angebot werden kann. Ich hoffe auf kämpferische Zusammenarbeit in diesem und anderen Zusammenhängen.
mit solidarischen Grüssen
Sonja Grusch
für die SLP
Offener Brief an alle im Pflegebereich aktiven KollegInnen
Liebe KollegInnen,
Ein Blick in eine beliebige Tageszeitung reicht um festzustellen, dass es im Pflegebreich ganz schön brodelt.
Die Auseinandersetzungen um die Arbeitszeit der SpitalsärztInnen haben auch die Arbeitsbedingungen und das Einkommen der Spitalspflege in den Blickpunkt der Aufmerksamkeit gerückt.- Und das ist gut so! In vielen Spitälern in ganz Österreich herrscht eine große Unzufriedenheit unter dem PflegerInnen, HausarbeiterInnen, Reinigungs- und anderem Spitalspersonal. Viele KollegInnen sind zu recht mit den ÄrztInnen solidarisch, wollen aber den Arbeitskampf der ÄrztInnen auch nutzen, um für eine Verbesserung der eigenen Gehalts- und Arbeitssituation zu kämpfen.
Wir sind solidarisch mit den SpitalsärztInnen- wollen in die Debatte aber auch die berechtigten Forderungen der Pflege und anderer Beschäftigter in der Gesundheitsbranche einbringen, wie unter anderem auch jener KollegInnen im mobilen Bereich. Forderungen, wie etwa nach mehr Personal, die seid vielen Jahren dringend umgesetzt werden müssten.
In Salzburg und Oberösterreich haben die KollegInnen mit der „CAREvolution“ eine wichtige Initiative gesetzt. 30% mehr Gehalt ist, angesichts der Unterbezahlung des Sozial- und Pflegebreichs, eine absolut unterstützenswerte Forderung. „Sozial aber nicht blöd“ ist solidarisch mit den KollegInnen von CAREvolution. Aktionen wie in Salzburg sollte es jetzt in allen Bundesländern geben. In vielen Bundesländern sind in den letzten Monaten Initiativen entstanden, die im Bereich der Pflege aktiv werden wollen. Jetzt wäre die richtige Zeit diese Initiativen zu vernetzen und gemeisam Aktivitäten zu setzen. Mit dem Arbeitskampf der SpitalsärztInnen und der Intiative der Salzburger SpitalspflegerInnen ist in eine Möglichkeit entstanden, bundesweit für eine deutliche Verbesserung aller Beschäftigten im Pfelgebereich aktiv zu werden.
Erste gemeinsame Schritte könnten sein:
Wir freuen uns über Eure Rückmeldungen und weitere Vorschläge zur Vernetzung und Aktion!
Im Sinne eines möglichts offenen Austauschs wollen wir Eure Antwort auf unserem Blogg und unser FB-Seite veröffentlichen- schreibt uns bitte wenn ihr damit nicht einverstanden seid.
Solidarische Grüße
DSA Selma Schacht (Freizeitpädagogin, Betriebsratsvorsitzende ), Mag. Alexandra Prinz MSc. (Dipl. Gesundheits- und Krankenpflegerin), DSA Melitta Nicponsky (Sozialarbeiterin), Michael Gehmacher (Betreuer in der Wohnungslosenhilfe)
Dieser Brief ergeht an:
CaREvolution, GLB , AUGE-UG, KOMintern, KIV, Jourfixe - Gewerkschaftslinke Wien, Labournet, Plattform25, SLP, PdA, KPÖ Steiermark, Betriebsratsvernetzungen und -gremien und alle solidarischen Zusammenschlüsse und Menschen. Wir ersuchen alle solidarischen Menschen, diesen Brief auch weiter zu leiten!
Ein Blick in eine beliebige Tageszeitung reicht um festzustellen, dass es im Pflegebreich ganz schön brodelt.
Die Auseinandersetzungen um die Arbeitszeit der SpitalsärztInnen haben auch die Arbeitsbedingungen und das Einkommen der Spitalspflege in den Blickpunkt der Aufmerksamkeit gerückt.- Und das ist gut so! In vielen Spitälern in ganz Österreich herrscht eine große Unzufriedenheit unter dem PflegerInnen, HausarbeiterInnen, Reinigungs- und anderem Spitalspersonal. Viele KollegInnen sind zu recht mit den ÄrztInnen solidarisch, wollen aber den Arbeitskampf der ÄrztInnen auch nutzen, um für eine Verbesserung der eigenen Gehalts- und Arbeitssituation zu kämpfen.
Wir sind solidarisch mit den SpitalsärztInnen- wollen in die Debatte aber auch die berechtigten Forderungen der Pflege und anderer Beschäftigter in der Gesundheitsbranche einbringen, wie unter anderem auch jener KollegInnen im mobilen Bereich. Forderungen, wie etwa nach mehr Personal, die seid vielen Jahren dringend umgesetzt werden müssten.
In Salzburg und Oberösterreich haben die KollegInnen mit der „CAREvolution“ eine wichtige Initiative gesetzt. 30% mehr Gehalt ist, angesichts der Unterbezahlung des Sozial- und Pflegebreichs, eine absolut unterstützenswerte Forderung. „Sozial aber nicht blöd“ ist solidarisch mit den KollegInnen von CAREvolution. Aktionen wie in Salzburg sollte es jetzt in allen Bundesländern geben. In vielen Bundesländern sind in den letzten Monaten Initiativen entstanden, die im Bereich der Pflege aktiv werden wollen. Jetzt wäre die richtige Zeit diese Initiativen zu vernetzen und gemeisam Aktivitäten zu setzen. Mit dem Arbeitskampf der SpitalsärztInnen und der Intiative der Salzburger SpitalspflegerInnen ist in eine Möglichkeit entstanden, bundesweit für eine deutliche Verbesserung aller Beschäftigten im Pfelgebereich aktiv zu werden.
Erste gemeinsame Schritte könnten sein:
- Solidaritätsaktionen für die Salzburger KollegInnen in verschiedenen Bundesländern
- 30% für alle? Wir wollen ein bundesweiten Austausch von Forderungen für eine bundesweite Kampagne
- alternativer Pflegekongress der ArbeitnehmerInnen zur Erarbeitung gemeinsamer Forderungen
- Bundesweiter Aktionstag
Wir freuen uns über Eure Rückmeldungen und weitere Vorschläge zur Vernetzung und Aktion!
Im Sinne eines möglichts offenen Austauschs wollen wir Eure Antwort auf unserem Blogg und unser FB-Seite veröffentlichen- schreibt uns bitte wenn ihr damit nicht einverstanden seid.
Solidarische Grüße
DSA Selma Schacht (Freizeitpädagogin, Betriebsratsvorsitzende ), Mag. Alexandra Prinz MSc. (Dipl. Gesundheits- und Krankenpflegerin), DSA Melitta Nicponsky (Sozialarbeiterin), Michael Gehmacher (Betreuer in der Wohnungslosenhilfe)
Dieser Brief ergeht an:
CaREvolution, GLB , AUGE-UG, KOMintern, KIV, Jourfixe - Gewerkschaftslinke Wien, Labournet, Plattform25, SLP, PdA, KPÖ Steiermark, Betriebsratsvernetzungen und -gremien und alle solidarischen Zusammenschlüsse und Menschen. Wir ersuchen alle solidarischen Menschen, diesen Brief auch weiter zu leiten!
Mittwoch, 25. März 2015
Solidarität mit CaREvolution
Liebe KollegInnen von CaREvolution,
Die Initiative "Sozial aber nicht blöd" ist eine
kleine Initiative von SozialarbeiterInnen, PflegerInnen,
BehindertenbetreuerInnen, FreizeitpädagogInnen und anderen Menschen die im
Sozial- und Gesundheitsbereich arbeiten. Wir haben uns vor zwei Jahren gegründet, um für eine
Erhöhung der Gehälter und eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen zu kämpfen.
Wir freuen uns sehr über Eure Aktivitäten -
ihr habt damit eine wichtige Initiative gesetzt! 30% mehr Gehalt ist
angesichts der massiven Unterbezahlung des Sozial- und Pflegebereichs eine
absolut sinnvolle Forderung. Wir finden es toll, dass ihr mit der Umsetzung
Eurer Forderungen nicht einfach wartet sondern eine Kampagne dafür begonnen
habt. Wir wollen diese Kampagne im Rahmen unserer Möglichkeiten unterstützen.
Wir sind der Überzeugung, das 30plus auch in anderen
Bereichen der Pflege und des gesamten Gesundheits- und Sozialbereichs und in
anderen Bundesländern ein Gebot der Stunde sind! Dafür sollten wir uns bundesweit
vernetzen und aktiv werden. Die zuständigen Gewerkschaften GÖD, GdG, GPA-djp
und vida sollten eure Initiative positiv unterstützen und mit
den PflegerInnen aus ganz Österreich aktiv werden. Ihr habt ein
wichtiges Zeichen gesetzt, Eure Kampagne mit Betriebsversammlungen zu beginnen.
Um deutliche Gehaltserhöhungen für alle durchzusetzen, werden weitere Aktionen in Betrieben und auf
der Strasse notwendig sein.
Solidarische Grüße,
DSA
Selma Schacht (Freizeitpädagogin), Mag. Alexandra Prinz
MSc. (Dipl. Gesundheits- und Krankenpflegerin), DSA Melitta Nicponsky, Michael
Gehmacher (Betreuer in der Wohnungslosenhilfe)
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