Sonntag, 18. Januar 2015
Aktion zu den BAGS/SWÖ-KV-Verhandlungen
Nächste Aktion: Montag, 19.Jänner bei der BAGS-KV-Verhandlung
Dienstag, 6. Januar 2015
Das nächste Treffen der Initiative
Wir, als AktivistInnen der Initiative „Wir sind sozial aber nicht blöd“ möchten zur Vernetzung und zum Protest von MitarbeiterInnen im Gesundheits-, Pflege- und Sozialbereich aufrufen.
Im Anschluss besuchen wir um 18.30 Uhr gemeinsam die Veranstaltung in der Arbeiterkammer:
Wir laden Euch ein zu einem gemeinsamen Treffen:
Dienstag, 13.Jänner, 17.30 Uhr
Ort: Arbeiterkammer Wien, Bildungszentrum
Theresianumgasse 16-18, 1040 Wien
(Treffpunkt im Erdgeschoss)
Im Anschluss besuchen wir um 18.30 Uhr gemeinsam die Veranstaltung in der Arbeiterkammer:
„Aufwertung der Pflege oder Ausweitung von Notstand?“
Ein Diskussionsabend zur verordneten Kompetenzerweiterung in der Pflege, Kritik und mögliche Gegenwehr. Mehr Infos: jour-fixe.at
Samstag, 29. November 2014
Mach mit bei „Sozial aber nicht blöd“: Nächstes Treffen
Komm zu unseren Treffen, sprich mit Deinen KollegInnen und Deinem Betriebsrat über
unsere Forderungen, mach mit bei unseren Aktionen!
Nächstes Treffen: Dienstag, 2.Dezember
Zeit: 17.00 - 19.30 Uhr
Ort: Amerlinghaus, Stiftgasse 8, 1070 Wien
gut erreichbar mit der U2/U3 (Volkstheater), der Strassenbahnlinie 49 (Stiftgasse) oder der U3 (Neubaugasse)
Kontakt:
sozialabernichtbloed@gmx.atwww.facebook.com/sozialabernichtbloed http://sozialabernichtbloed.blogspot.co.at
Wir sind nicht der „Putzlappen“ der Nation
Unsere Arbeit ist Mehr – Wert !
Flugblatt zum Download bzw. Ausdrucken HIER
An alle MitarbeiterInnen in den Gesundheits- und Pflegeberufen, namentlichdiplomierte Gesundheits- und KrankenpflegerInnen,
PflegehelferInnen, HeimhelferInnen, SozialbetreuerInnen,
SozialarbeiterInnen, EinsatzleiterInnen, Angehörige,
Ehrenamtliche und solidarische Menschen!!!
Wir, als AktivistInnen der Initiative „Wir sind sozial aber nicht blöd“ möchten zur Vernetzung und zum Protest von MitarbeiterInnen in Gesundheit und Pflege aufrufen. Wir laden Euch ein zu einem gemeinsamen Treffen am 2.Dezember um 17.00 Uhr im Amleringhaus!
In diesem Text geht es in erster Linie um die zum Teil katastrophalen Arbeitsbedingungen in der mobilen Pflege und Betreuung (Hauskrankenpflege).
Hören wir auf, uns selbst zu belügen und anderen vorzumachen, es wäre alles in Ordnung.
Hören wir auf, uns selbst und die KollegInnen auszubeuten.
Die Wirklichkeit unserer Arbeit sieht ja so aus:
• In der Ausbildung wird der Hauskrankenpflege wenig Zeit gewidmet. Und HeimhelferInnen lernen in 3 Monaten, wofür in den 70er Jahren 6 Monate Zeit waren.
• Die Berufsverweildauer ist sehr gering (sechs Jahre laut NEXT- Studie der Uni Wuppertal).
• Zur geforderten Flexibilität und zum Arbeitsdruck kommt hinzu, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Familie kaum machbar ist.
• Dienstpläne können oft nicht eingehalten werden.
• Dienstveränderungen sind manchmal noch am gleichen Tag notwendig.
• Im Kollektivvertrag geregelte Stundenbegrenzungen werden immer wieder aufgeweicht.
• Keine Personalplanung in der mobilen Pflege (keine Personalschlüssel)
• Fehleinsetzung des Personals durch Doppelgleisigkeiten
• Keine Zeit für Analog-Kommunikation durch Überhandnahme technischer Hilfsmittel.
• Zeitdruck durch technische Zeitaufzeichnungsgeräte aus dem Fernfahrerbereich (MOCA).
• Ein, der Arbeit und der Verantwortung absolut unangemessenes Gehalt.
Wir sind keine Roboter, die Dinge herstellen.
Wir sind Menschen, die für Menschen arbeiten!
Und wir machen unsere Arbeit gern!
Wir sind bei jedem Wetter unterwegs und unser Arbeitsplatz ist die Wohnung der Klientinnen und Klienten.
Je nach Lebenssituation der KlientInnen ist dieser Arbeitsplatz zum Teil sehr gut, zum Teil gut aber auch manchmal sehr schlecht ausgestattet.
So gibt es oft keine Hilfsmittel (z.b. Lifter, höhenverstellbares Bett, keine Ablageflächen, vernachlässigte Hygiene, kein WC oder Warmwasser, Schimmel etc.)
Neben unserer Kompetenz, unserer Empathie und unserer Gelassenheit sind wir alle SpezialistInnen in der Improvisation.
Wir fordern:
- Lebensweltgerechte und altersgerechte Arbeitsplätze
- Einrichtung einer homogenen Pflegekonzeption - Jeder Mensch in Österreich hat, unabhängig von seinem Einkommen das Recht auf qualitätsvolle und stressfreie Pflege und Betreuung
- Professionelle Organisationsentwicklung und Ressourcenplanung nach Qualifikation, Tätigkeit und Arbeitsplatzbeschreibung
- 30% Gehaltserhöhung für alle Berufsgruppen, egal ob in einem Dienstverhältnis oder als Selbständig - Arbeitende
- Wochenend- und Feiertagsdienste mit 100% Zuschlag
- Erhöhung der Bezahlung für Rufbereitschaft bzw. Bereitschaftsdienst
- Einhaltung der Kollektiv- bzw. Betriebsvereinbarungen
- Verkürzung des Durchrechnungszeitraums von drei Mo auf ein Monat
- Wiedereingliederung der Pflegeagenden unter öffentliche Kontrolle und Verwaltung statt durch den FSW
- Adäquate Ausbildung und Fortbildung bei bezahlter Dienstzeit
Wir lassen uns aber nicht gegeneinander ausspielen, sondern verlangen gute Arbeitsbedingungen und faire Bezahlung für Alle!
Die Gewerkschaften VIDA, GPA-djp, GÖD, GdG-KMSfB verfolgen häufig unterschiedliche Interessen für unterschiedliche Berufsgruppen und verhandeln mit unterschiedlichen Arbeit-und/oder Auftraggebern.
Wir verlangen von unseren Gewerkschaften, dass sie sich endlich an einen Tisch setzen und unsere Arbeit gemeinsam vertreten und unter Einbindung der Beschäftigten für Verbesserungen im Gesundheits- und Sozialbereich kämpfen!
Aber abgesehen davon:
Nehmen wir unsere Rechte selbst in die Hand!
Bis zum 2. Dezember um 17 Uhr im Amerlinghaus!
Links aus Österreich und der BRD mit Gruppen, die Pflegeinteressen vertreten:
solidarischgsund.org
www.labournetaustria.at
care-macht-mehr.com
www.pflege-am-boden.de
www.facebook.com/pages/Pflegeaktivisten/430470030349730
drei.verdi.de/2011/ausgabe-38/ausblick/seite-8/wir-sind-die-pflegekraft-2013-ein-handbuch
www.gpa-djp.at/social
belegschaftsvertretung.net
www.slp.at/slp-vor-ort-in-wien
www.komintern.at/wir-sind-sozial-aber-nicht-blod/
Dienstag, 18. November 2014
KV-Runden für 2015: Rahmenbedingungen im Sozialbereich jetzt verbessern!
Ab Anfang Dezember verhandeln die zuständigen Gewerkschaften mit den Arbeitgebern (SWÖ und kirchliche Sozialorganisationen) über die Rahmenbedingungen für unsere Arbeit im Sozialbereich. Die Initiative „Sozial aber nicht blöd“, ein Zusammenschluss von aktiven Beschäftigten und BetriebsrätInnen im Sozialbereich will die kommenden Verhandlungen nutzen um wichtige Forderungen für den privaten Sozial-Pflege und Gesundheitsbereich einzubringen. Wir fordern die GewerkschaftsvertreterInnen auf, für deutliche Verbesserungen einzutreten. Wenn es nötig ist, müssen wir diese Verbesserungen auch mit Aktionen im Betrieb und auf der Straße umsetzen.
1.: KollegInnen fallen um viel Geld um.
2.: Viele Firmen untergraben bewusst das Arbeitsrecht, da sie, wenn das ausstehende Geld nur 6-12 Monate lang zurück verlangt werden kann, kein hohes Risiko eingehen.
„Sozial aber nicht blöd“ ist aktiv für:
Arbeitszeit verkürzen – statt BurnOut und kaputt in Pension..
Angesichts der hohen Arbeitslosigkeit und der Überlastung vieler KollegInnen ist eine Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohn bzw. Gehalt notwendig. Wir fordern eine sofortige Verkürzung der Wochenarbeitszeit von 38 auf 35 Stunden als ersten Schritt zu einer weiteren Arbeitszeitverkürzung, bei vollem Lohn und Gehalt.Vordienstzeiten: Jedes Jahr Arbeit muss angerechnet werden
Bei einem Firmenwechsel werden nach dem System von SWÖ-KV und Diakonie-KV nur max. 10 Jahre, bei Caritas überhaupt nur max. 8 Jahre als Vordienstzeiten auf die Höhe des neuen Einkommens angerechnet. KollegInnen, die länger als 10 Jahre im Sozialbereich gearbeitet haben, fallen zurück, wenn sie wo neu beginnen (müssen). Wir meinen: Wer einen Job im Sozialbereich beginnt, soll alles angerechnet bekommen was er vorher gearbeitet hat.Egal ob Arbeitsbereitschaft oder Vollarbeitszeit: Jede Stunde ist eine Stunde!
Im Behindertenbereich, in der Pflege,...: Überall wo es Arbeitsbereitschaft gibt, wird diese Zeit geringer als die Vollarbeitszeit bezahlt (meist mit 50%). Leider wird in den meisten Fällen auch eine geringere Arbeitszeit gerechnet (etwa in dem 8 Stunden Nachtbereitschaft nur mit 4 Stunden). Der Effekt: Viele KollegInnen sind viel länger an ihrem Arbeitsplatz, als es ihrer Stundenverpflichtung entspricht.Verfallsfristen für nicht bezahlte Ansprüche müssen wieder 3 Jahre betragen!
Wer von seinem Arbeitgeber z.B. durch falsche Einstufung zu wenig bezahlt bekommt, hat im SWÖ- und im Diakonie-KV nur 6 Monate, bei der Caritas 12 Monate Zeit, das vorenthaltene Geld einzufordern! Diese asoziale Maßnahme hat zwei Effekte:1.: KollegInnen fallen um viel Geld um.
2.: Viele Firmen untergraben bewusst das Arbeitsrecht, da sie, wenn das ausstehende Geld nur 6-12 Monate lang zurück verlangt werden kann, kein hohes Risiko eingehen.
Verwendungsgruppen
Eine Methode, wie Betriebe und Subventionsgeber Geld sparen, besteht immer häufiger darin, eine niedrigere Verwendungsgruppe in Stellenausschreibungen und bei Vertragsabschluss "anzubieten", obwohl die gefragten Arbeiten und Berufsausbildungen klar einer höheren Verwendungsgruppe entsprechen. Die damit erfolgte Nichteinhaltung des Kollektivvertrages sollte von uns veröffentlicht werden. Gebt die Informationen an Betriebsräte, an die Gewerkschaft und an gewerkschaftliche Gruppen Eures Vertrauens weiter!
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