Sonntag, 22. Januar 2017
KV-Verhandlung Sozialbereich: Erfolge im Kleinen & Einzelnen, Desaster im Großen & Ganzen
Ein zugegebenermaßen ambitioniertes Forderungsprogramm stellten die zuständigen Gewerkschaftsgremien bei den KV-Verhandlungen in der Sozialwirtschaft Österreich (SWÖ, eben. BAGS) auf: Die Arbeitszeitverkürzung auf eine 35-Stundenwoche bei vollem Lohn- und Personalausgleich wurde allem vorangestellt.
Doch mit einer schon im Vorfeld halbherzigen Mobilisierung kann nun mal nicht der Druck aufgebaut werden, der für eine Durchsetzung notwendig wäre. Denn mit “guten Argumenten” ist gewerkschaftlich seltener etwas durchzusetzen!
So endeten die Verhandlungen damit, dass das gesamte Thema Arbeitszeit – inklusive der Arbeitszeitverkürzung – auf die lange Bank geschoben wurde. In einer eigens eingerichteten Verhandlungsgruppesoll ab April darüber (und über die Begehrlichkeiten der Arbeitgeber) verhandelt werden, eine “gemeinsame Enquete” im Herbst soll das Thema vertiefen…. Das ist für die diesjährige Verhandlungsrunde alles, was von der großen AZV-Forderung, die auch durch eine lautstarke Demonstration in Wien durch viele Beschäftigte eingefordert wurde, überblieb.
Einzelne Erfolge sind bei der SEG-Zulage, dem “Papamonat” und der Karenzanrechnung gelungen. Doch all das macht das Einknicken der Verhandlungsgremien bei der Lohn- und Gehaltserhöhung bei weitem nicht wett. Von den BetriebsrätInnen in einer Umfrage erhoben, war die gewerkschaftliche Forderung mindestens + 2,95%. Die Arbeitgeber boten anfangs lächerliche höchstens (!) 1,15% und wollten dies sogar noch für Alt- und IST-Löhne unterbieten. Die nun schlussendlich vereinbarten 1,3% für alle Löhne und Gehälter werden bedeuten, dass wieder einmal netto Reallohnverluste entstehen. Und dass die Branche eine unterbezahlte bleibt.
Das Ergebnis kann nur heissen: Jetzt erst recht! Der Kampf um Arbeitszeitverkürzung muss endlich ernsthaft aufgenommen werden! Wir müssen den Druck von unten massiv intensivieren, damit in Zukunft kräftigere Lohnabschlüsse durchgesetzt werden können!
Doch mit einer schon im Vorfeld halbherzigen Mobilisierung kann nun mal nicht der Druck aufgebaut werden, der für eine Durchsetzung notwendig wäre. Denn mit “guten Argumenten” ist gewerkschaftlich seltener etwas durchzusetzen!
So endeten die Verhandlungen damit, dass das gesamte Thema Arbeitszeit – inklusive der Arbeitszeitverkürzung – auf die lange Bank geschoben wurde. In einer eigens eingerichteten Verhandlungsgruppesoll ab April darüber (und über die Begehrlichkeiten der Arbeitgeber) verhandelt werden, eine “gemeinsame Enquete” im Herbst soll das Thema vertiefen…. Das ist für die diesjährige Verhandlungsrunde alles, was von der großen AZV-Forderung, die auch durch eine lautstarke Demonstration in Wien durch viele Beschäftigte eingefordert wurde, überblieb.
Einzelne Erfolge sind bei der SEG-Zulage, dem “Papamonat” und der Karenzanrechnung gelungen. Doch all das macht das Einknicken der Verhandlungsgremien bei der Lohn- und Gehaltserhöhung bei weitem nicht wett. Von den BetriebsrätInnen in einer Umfrage erhoben, war die gewerkschaftliche Forderung mindestens + 2,95%. Die Arbeitgeber boten anfangs lächerliche höchstens (!) 1,15% und wollten dies sogar noch für Alt- und IST-Löhne unterbieten. Die nun schlussendlich vereinbarten 1,3% für alle Löhne und Gehälter werden bedeuten, dass wieder einmal netto Reallohnverluste entstehen. Und dass die Branche eine unterbezahlte bleibt.
Das Ergebnis kann nur heissen: Jetzt erst recht! Der Kampf um Arbeitszeitverkürzung muss endlich ernsthaft aufgenommen werden! Wir müssen den Druck von unten massiv intensivieren, damit in Zukunft kräftigere Lohnabschlüsse durchgesetzt werden können!
Neue Zeitung von Sozial, aber nicht blöd!
Statt eines Flugblatts haben wir für die Auseinandersetzungen rund um die Kollektivvertragsverhandlungen im Sozial- und Gesundheitsbereich eine vierseitige Zeitung produziert und hunderte Stück davon bei Demos und Aktionen verteilt.
Hier kannst du sie online anschauen oder runterladen & ausdrucken!
Mittwoch, 23. November 2016
SWÖ-KV: Forderungsprogramm der Gewerkschaften beschlossen: Arbeitszeitverkürzung!
Gestern wurde das Forderungsprogramm für Verbesserungen im
SWÖ-KV von den BetriebsrätInnen aus GPA-djp und vida beschlossen, das heute den Arbeitgebern überreicht wurde.
Zu Beginn der
Sitzung gab´s die traditionellen Würstel, aber diesmal mit einer ordentlichen
Portion Kren – ob die Forderungen nun auch so scharf durchgesetzt werden, wird
sich zeigen.
Allem vorangestellt ist ein Thema, das nach Jahrzehnten
endlich in die Tat umgesetzt werden soll: Arbeitszeitverkürzung auf 35 Stunden
in der Woche! Und zwar bei vollem lohn und Personalausgleich. Diese Forderung wurde
ganz klar und einstimmig gestellt, Differenzen gab es jedoch bezüglich der
wieder einmal vollkommen offen und damit schwammig formulierten Forderung nach einer
„deutlichen Erhöhung der Realeinkommen unter Berücksichtigung der Inflationsrate“.
Eine gewerkschaftliche Forderung umzusetzen braucht in Zeiten
wie diesen Druck – von Seiten der Beschäftigten wie auch der Betriebsräte. Wie
aber soll dieser aufgebaut werde, wenn man nicht einmal weiß, wofür man auf die
Straße gehen soll? Als „Sozial, aber nicht blöd“ fordern wir ganz klar plus 4%
und mindestens 150.- Euro. Das wäre auch von Gewerkschaften zu erwarten, die
sich wirklich gegen working poor und Armutsfallen im Sozial- und Gesundheitsbereich
stellen wollen.
Nun geht es darum, den Druck von unten soweit aufzubauen,
dass die Verhandlungsgremien beim Thema Arbeitszeitverkürzung stark bleiben und
beim Thema Lohn- und Gehaltserhöhung nicht einknicken!
Donnerstag, 17. November 2016
Aktion „Aufwärmrunde“: Di, 22.11. um 11 Uhr vor dem ÖGB
Die Aktion „Aufwärmrunde“ startet am
Dienstag, den 22. November um 11 Uhr vor dem ÖGB
(1020 Wien, U2 Donaumarina)
und dauert 1 ½ Stunden. Drück' Deinem Betriebsrat einen (virtuellen) Punsch in die Hand und das Flugblatt mit dazu.
Wir freuen uns auf Dein Kommen!
Als Auftakt und zur Vorbereitung trifft sich am 22.11. die „große Runde“ in der ÖGB Zentrale. Die „große Runde“, das sind BetriebsrätInnen aus ganz Österreich und die GewerkschaftsvertreterInnen von GPA-djp und vida. Für die Beteiligten sind 3 Stunden vorgesehen, um den Forderungskatalog für die Verhandlungen festzulegen. Das, finden wir von „Sozial aber nicht Blöd“ ,ist zu wenig Zeit um wichtige Themen aus unserem Arbeitsalltag genügend diskutiert zu wissen.
D'rum sorgen wir von „Sozial aber nicht blöd“ für eine Aufwärmrunde vor dem Treffen, direkt vor der ÖGB Zentrale, stärken den BetriebsrätInnen den Rücken und schau'n, dass sie folgende Forderungen mit in die Sitzung nehmen:
> KV-Erhöhung um 4%, mindestens aber 150 €
> Kampf gegen prekäre Beschäftigung
> Eine konsequente Arbeitszeitverkürzungohne Lohn- und Gehaltsverluste!
> „Streikfähig statt streichfähig!“
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Das aktuelle Flugblatt, nun auch mit der Möglichkeit, die Forderungen durch eine Unterschrift zu unterstützen, gibt es HIER (einfach klicken und downloaden/ausdrucken).
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Das nächste reguläre Treffen von "Wir sind sozial, aber nicht blöd" findet statt
am Dienstag, 13.Dezember 2016
Zeit: 18.30 - 20.30 Uhr
Ort: Amerlinghaus, Stiftg.8, 1070 Wien
(U3 Neubaug. oder 49er)
Das nächste reguläre Treffen von "Wir sind sozial, aber nicht blöd" findet statt
am Dienstag, 13.Dezember 2016
Zeit: 18.30 - 20.30 Uhr
Ort: Amerlinghaus, Stiftg.8, 1070 Wien
(U3 Neubaug. oder 49er)
Sonntag, 25. September 2016
Treffen am 4.10., 18.30: Es geht um unsere Löhne & Gehälter!
"Sozial aber nicht blöd" wird die kommenden KV-Verhandlungen für eine aktive Kampagne nutzen. Was wir genau machen wollen, werden wir am 4. Oktober beraten!
Es stehen wieder Verhandlungen für unsere Löhne und Gehälter an. Die Gewerkschaften GPA-djp und vida verhandeln mit den Arbeitgebern die Kollektivverträge für den privaten Sozialbereich (SWÖ) und die kirchlichen Organisationen (Caritas-KV und Diakonie-KV). Diesmal wollen die Gewerkschaften ein besonders Augenmerk auf die Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit bei vollem Lohn- und Gehaltsausgleich legen. Mehr Infos findest du HIER in unserem aktuellen Flugblatt!
"Sozial aber nicht blöd" ist ein Zusammenschluss von Beschäftigten aus verschiedenen Teilen des Sozial- und Gesundheitsbereichs. Wir sind in mehreren Bundesländern aktiv und setzen uns für eine deutliche Verbesserung unserer Arbeitssituation ein.
Jetzt gemeinsam für bessere Bezahlung im Sozial- & Gesundheitsbereich aktiv werden!
Komm vorbei, bring Dich ein und mach mit:
Dienstag 04. Oktober, 18.30 Uhr
Raum 3 im Amerlinghaus
Stiftgasse 8, 1070 Wien
Dienstag 04. Oktober, 18.30 Uhr
Raum 3 im Amerlinghaus
Stiftgasse 8, 1070 Wien
(gleich bei der U3 Neubaugasse - Ausgang Stiftgasse oder beim 49er)
"Sozial aber nicht blöd" ist ein Zusammenschluss von Beschäftigten aus verschiedenen Teilen des Sozial- und Gesundheitsbereichs. Wir sind in mehreren Bundesländern aktiv und setzen uns für eine deutliche Verbesserung unserer Arbeitssituation ein.
Dienstag, 16. Februar 2016
Treffen am 18.2.: „Arbeiten im Flüchtlingsbereich“
Arbeit im Flüchtlingsbereich im Fokus
Im Flüchtlingsbereich sind in den letzten Monaten viele Jobs dazugekommen, die Arbeitsbedingungen hinken dem aber – nobel ausgedrückt - weit hintnach. Viele KollegInnen sind schlicht unterbezahlt, falsch eingestuft, bekommen Mehr- und Überstunden nicht bezahlt.
Deswegen steht unser nächstes Treffen unter dem Schwerpunkt:
18.2.: „Arbeiten im Flüchtlingsbereich“
Bin ich richtig eingestuft? Was steht mir zu? Was darf ein Arbeitgeber (nicht) anordnen?....
Treffen am Donnerstag, 18.Februar, 18.00 Uhr
im Amerlingshaus, Stiftgasse 8, 1070 Wien.
Bitte sag den Termin für dieses Treffen auch an jene KollegInnen und FreundInnen weiter, die im Flüchtlingsbereich arbeiten!
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