Sonntag, 19. Februar 2017

8 Euro die Stunde? Wir sind sozial, aber nicht blöd! Lohndumping im "rot"-grünen Wien?

"Sozial, aber nicht blöd" bedankt sich bei einer aufmerksamen Kollegin, die uns die Info über das unten stehende Stelleninserat weitergeleitet hat. Wir wissen, warum wir seit Jahren gegen die neue Ausbreitung von prekären Jobs aktiv sind. Der Trend, Teile der Arbeit auszulagern, nimmt zu! 
Schlecht für die KollegInnen aus den betroffenen WGs, schlecht für die KollegInnen, die solche Jobs machen (müssen). Das "Argument" , das sei "eh nur um ein Studentenjob", rechtfertigt diesen Stundenlohn nicht. 
Besonders ärgerlich: Die "gv- emailadresse" lässt darauf schließen, dass es sich beim Arbeitgeber um eine gemeindewiennahe Firma oder um die Gemeinde Wien selbst handelt.
"Wir suchen Schulbegleitungen für Kinder aus einer sozialpädagogischen WG im 10., Bezirk von Mo-Fr. in der Früh von 7-9 Uhr und mittags um 11:55 Uhr. Max. 15 Std.in der Woche, pro Std. 8 Euro. > Bei Interesse bitte ein mail mit Lebenslauf an : ursula.beck@wien.gv.at zu senden."
 

Nächstes Treffen: Dienstag, 21.2., 18:30 Uhr

Für Arbeitszeitverkürzung - aktiv weiter kämpfen!

Auch wenn das Thema Arbeitszeitverkürzung von Gewerkschaft und Arbeitgebern in eine erst in vielen Wochen stattfindende Verhandlungsgruppe verschoben wurde - wir wollen sichtbare Aktionen setzen und weiter Druck von unten aufbauen! Bei diesem Treffen werden wir eine konkrete Kampagne dazu planen.

Außerdem möchten wir eine Podiusmdiskussion zu den Arbeitsbedingungen in der Pflege vorbereiten.

Komm´auch du vorbei!

Dienstag, 21.2. | 18:30 | 

Amerlinghaus | Stiftgasse 8 

(U2/U3 Volkstheater, 49er)

Sonntag, 22. Januar 2017

Nächstes Treffen: Di, 24.1.2017


Für höhere Löhne und Arbeitszeitverkürzung - Wie weiter kämpfen?

 

Wir wollen uns bei diesem Treffen ansehen, was der SWÖ-Kollektivvertragsabschluss wirklich gebracht hat - und was nicht; und weitere Aktionen besprechen.

 

Komm´auch du vorbei!


Dienstag, 24.1. | 18:30 | 

Amerlinghaus | Stiftgasse 8 

(U2/U3 Volkstheater, 49er)

KV-Verhandlung Sozialbereich: Erfolge im Kleinen & Einzelnen, Desaster im Großen & Ganzen

Ein zugegebenermaßen ambitioniertes Forderungsprogramm stellten die zuständigen Gewerkschaftsgremien bei den KV-Verhandlungen in der Sozialwirtschaft Österreich (SWÖ, eben. BAGS) auf: Die Arbeitszeitverkürzung auf eine 35-Stundenwoche bei vollem Lohn- und Personalausgleich wurde allem vorangestellt.

Doch mit einer schon im Vorfeld halbherzigen Mobilisierung kann nun mal nicht der Druck aufgebaut werden, der für eine Durchsetzung notwendig wäre. Denn mit “guten Argumenten”  ist gewerkschaftlich seltener etwas durchzusetzen!
So endeten die Verhandlungen damit, dass das gesamte Thema Arbeitszeit – inklusive der Arbeitszeitverkürzung – auf die lange Bank geschoben wurde. In einer eigens eingerichteten Verhandlungsgruppesoll ab April darüber (und über die Begehrlichkeiten der Arbeitgeber) verhandelt werden, eine “gemeinsame Enquete” im Herbst soll das Thema vertiefen…. Das ist für die diesjährige Verhandlungsrunde alles, was von der großen AZV-Forderung, die auch durch eine lautstarke Demonstration in Wien durch viele Beschäftigte eingefordert wurde, überblieb.

Einzelne Erfolge sind bei der SEG-Zulage, dem “Papamonat” und der Karenzanrechnung gelungen. Doch all das macht das Einknicken der Verhandlungsgremien bei der Lohn- und Gehaltserhöhung bei weitem nicht wett. Von den BetriebsrätInnen in einer Umfrage erhoben, war die gewerkschaftliche Forderung mindestens + 2,95%. Die Arbeitgeber boten anfangs lächerliche höchstens (!) 1,15% und wollten dies sogar noch für Alt- und IST-Löhne unterbieten. Die nun schlussendlich vereinbarten 1,3% für alle Löhne und Gehälter werden bedeuten, dass wieder einmal netto Reallohnverluste entstehen. Und dass die Branche eine unterbezahlte bleibt.

Das Ergebnis kann nur heissen: Jetzt erst recht! Der Kampf um Arbeitszeitverkürzung muss endlich ernsthaft aufgenommen werden! Wir müssen den Druck von unten massiv intensivieren, damit in Zukunft kräftigere Lohnabschlüsse durchgesetzt werden können!

Neue Zeitung von Sozial, aber nicht blöd!

Statt eines Flugblatts haben wir für die Auseinandersetzungen rund um die Kollektivvertragsverhandlungen im Sozial- und Gesundheitsbereich eine vierseitige Zeitung produziert und hunderte Stück davon bei Demos und Aktionen verteilt.

Hier kannst du sie online anschauen oder runterladen & ausdrucken!

Mittwoch, 23. November 2016

SWÖ-KV: Forderungsprogramm der Gewerkschaften beschlossen: Arbeitszeitverkürzung!



Gestern wurde das Forderungsprogramm für Verbesserungen im SWÖ-KV von den BetriebsrätInnen aus GPA-djp und vida beschlossen, das heute den Arbeitgebern überreicht wurde.
Zu Beginn der Sitzung gab´s die traditionellen Würstel, aber diesmal mit einer ordentlichen Portion Kren – ob die Forderungen nun auch so scharf durchgesetzt werden, wird sich zeigen.

Allem vorangestellt ist ein Thema, das nach Jahrzehnten endlich in die Tat umgesetzt werden soll: Arbeitszeitverkürzung auf 35 Stunden in der Woche! Und zwar bei vollem lohn und Personalausgleich. Diese Forderung wurde ganz klar und einstimmig gestellt, Differenzen gab es jedoch bezüglich der wieder einmal vollkommen offen und damit schwammig formulierten Forderung nach einer „deutlichen Erhöhung der Realeinkommen unter Berücksichtigung der Inflationsrate“.

Eine gewerkschaftliche Forderung umzusetzen braucht in Zeiten wie diesen Druck – von Seiten der Beschäftigten wie auch der Betriebsräte. Wie aber soll dieser aufgebaut werde, wenn man nicht einmal weiß, wofür man auf die Straße gehen soll? Als „Sozial, aber nicht blöd“ fordern wir ganz klar plus 4% und mindestens 150.- Euro. Das wäre auch von Gewerkschaften zu erwarten, die sich wirklich gegen working poor und Armutsfallen im Sozial- und Gesundheitsbereich stellen wollen.

Nun geht es darum, den Druck von unten soweit aufzubauen, dass die Verhandlungsgremien beim Thema Arbeitszeitverkürzung stark bleiben und beim Thema Lohn- und Gehaltserhöhung nicht einknicken!

Donnerstag, 17. November 2016

Aktion „Aufwärmrunde“: Di, 22.11. um 11 Uhr vor dem ÖGB

Die Aktion „Aufwärmrunde“ startet am 

Dienstag, den 22. November um 11 Uhr vor dem ÖGB 

(1020 Wien, U2 Donaumarina) 

und dauert 1 ½ Stunden. Drück' Deinem Betriebsrat einen (virtuellen) Punsch in die Hand und das Flugblatt mit dazu.

Wir freuen uns auf Dein Kommen!

Im Dezember beginnen die Verhandlungen für uns Frauen und Männer, für die der Kollektivvertrag "Sozialwirtschaft Österreich (SWÖ)" (früher BAGS) gilt. Zur Debatte stehen nicht nur das Gehalt, sondern auch die Arbeitsbedingungen für rund 100.000 Kolleginnen und Kollegen.

Als Auftakt und zur Vorbereitung trifft sich am 22.11. die „große Runde“ in der ÖGB Zentrale.  Die „große Runde“, das sind BetriebsrätInnen aus ganz Österreich und die GewerkschaftsvertreterInnen von GPA-djp und vida. Für die Beteiligten sind 3 Stunden vorgesehen, um den Forderungskatalog für die Verhandlungen festzulegen. Das, finden wir von „Sozial aber nicht Blöd“ ,ist zu wenig Zeit um wichtige Themen aus unserem Arbeitsalltag genügend diskutiert zu wissen.

D'rum sorgen wir von „Sozial aber nicht blöd“ für eine Aufwärmrunde vor dem Treffen, direkt vor der ÖGB Zentrale, stärken den BetriebsrätInnen den Rücken und schau'n, dass sie folgende Forderungen mit in die Sitzung nehmen:

     > KV-Erhöhung um 4%, mindestens aber 150 €

    > Kampf gegen prekäre Beschäftigung

    > Eine konsequente Arbeitszeitverkürzungohne Lohn- und Gehaltsverluste!

    > „Streikfähig statt streichfähig!“

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Das aktuelle Flugblatt, nun auch mit der Möglichkeit, die Forderungen durch eine Unterschrift zu unterstützen, gibt es HIER (einfach klicken und downloaden/ausdrucken).
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Das nächste reguläre Treffen von "Wir sind sozial, aber nicht blöd" findet statt
am Dienstag, 13.Dezember 2016
Zeit: 18.30 - 20.30 Uhr

Ort: Amerlinghaus, Stiftg.8, 1070 Wien

(U3 Neubaug. oder 49er)